Winkelfehlsichtigkeit

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Die Mess- und Korrektionsmethodik nach Haase (MKH) ist die einzige Untersuchungsmethode, mit der eine Winkelfehlsichtigkeit, in der Optometrie als laterale Abweichung oder Heterophorie bezeichnet, festgestellt werden kann. Als Winkelfehlsichtigkeit bezeichnet man eine Störung des beidäugigen Sehens. Dabei handelt es sich um so genannte Bildlagefehler, die durch eine Abweichung der beiden Sehachsen voneinander entstehen. Das bedeutet, dass Bilder von Objekten, die ein Mensch betrachtet, nicht in jedem Auge exakt auf miteinander korrespondierenden Netzhautstellen projiziert werden, sondern die Stelle der Abbildung bei einem Auge in sehr geringem Maße davon abweicht (Fixationsdisparation).

Das Gehirn versucht diese Abweichung selbst zu kompensieren, was zu spezifischen Anstrengungs- beschwerden, die man „Asthenopie“ nennt, führen kann. Darüber hinaus wurden Zusammenhänge zwischen Winkelfehlsichtigkeit und Legasthenie, sowie zwischen Winkelfehlsichtigkeit und ADHS festgestellt.