Symptome und Ursachen
Einschränkungen der visuellen Leistungsfähigkeit werden häufig bei Schulanfängern, die gerade das Lesen lernen, durch entsprechende Symptome deutlich sichtbar, spürbar und hörbar. Die Sehfunktionsstörungen können sich hinter Kompensationsmechanismen, wie schiefes Sitzen, „mit dem Finger lesen“, Kopf-Schief-Haltungen, häufiges Augen-reiben, Augenbrennen (Rötung), Leseunlust, kurzer Lese-/Schreibabstand, Buchstaben verwechseln oder mangelnde Geschicklichkeit bei Ballspielen, wie Tischtennis und Federball, verstecken.
Störungen der visuellen Wahrnehmung haben ganz unterschiedliche Ursachen. Umstände bei der Geburt haben darauf ebenso Einfluss, wie eine Krankheit im frühen Kindesalter oder eine Unter-/Überforderung des visuellen Systems. So sind z. B. grob- und feinmotorische Fähig-keiten (Klettern, Balancieren, etc.) entscheidende Voraussetzungen für die Entwicklung der Augenbewegung. Während der Krabbelphase (6. bis 12. Monat) wird die Überkreuzvernetzung der beiden Hirnhälften angelegt.