Verhaltensoptometrie

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Die Verhaltensoptometrie ist ein Spezialgebiet der Optometrie, der Wissenschaft, die sich mit dem Studium und der Erweiterung des Wissens über den Sehprozess beschäftigt. Die Feststellung und Anwendung spezieller Techniken und Hilfsmittel wie das Visualtraining dient der Vorbeugung und Kompensation von Sehproblemen. Das optometrische Visualtraining eignet sich insbesondere dafür die Sehleistung von Kindern, bei denen eine Entwicklungsstörung des visuellen Systems vorliegt, zu verbessern. Aber auch bei Erwachsenen, die unter visuellem Stress z. B. am Bildschirmarbeitsplatz oder unter visueller Müdigkeit leiden, kann mit einem entsprechend angepassten Trainingsprogramm eine deutliche Verbesserung der Situation erreicht werden.

Verhaltensoptometristen müssen über besondere Fach-kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, die internationalen Richtlinien unterliegen. In einigen Ländern, wie z. B. in den USA, ist sie seit langem ein fester Bestandteil der universitären Ausbildung. In Deutschland wird die Verhal-tensoptometrie von den fachwissenschaftlichen Verbänden WVAO (Wissenschaftlichen Vereinigung für Augenoptik und Optometrie) und EGO (Europäische Gesellschaft für Optometrie) als Fortbildung für Augenoptiker mit Meister-prüfung, staatl. Prüfung oder Fachhochschulabschluß durchgeführt und mit einem Zertifikat abgeschlossen, das jährlich neu erworben werden muss.